Gemeinde Sandhausen

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"Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen"

Artikel erschienen am 10.05.2016

Friedrich-Ebert-Gymnasium eröffnet Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung


Bojana Zivkovic von der Friedrich-Ebert-Stiftung ernannte offiziell zur Ausstellungseröffnung am 3.5.2016 freiwillige Schüler/innen zu Ausstellungsguides. Die Ausstellung im Atrium des Friedrich-Ebert-Gymnasiums ist werktags von 14-17 Uhr geöffnet.

Bojana Zivkovic von der Friedrich-Ebert-Stiftung ernannte offiziell zur Ausstellungseröffnung am 3.5.2016 freiwillige Schüler/innen zu Ausstellungsguides. Die Ausstellung im Atrium des Friedrich-Ebert-Gymnasiums ist werktags von 14-17 Uhr geöffnet.

„Eine alte Dame sitzt im Wartezimmer eines Arztes neben ihr ein Neonazi, den sie die ganze Zeit anstarrt. Schließlich spricht sie ihn an: Sie tun mir so leid. Erst die Chemotherapie und dann auch noch die Orthopädischen Schuhe...!“- Dass man Rechtsextremisten in Witzen häufig als dumm darstellt, zeigte der Fachleiter und Lehrer für Geschichte, Herr Müller-Praefcke in seinem Redebeitrag zur Ausstellungseröffnung „Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen“ am Friedrich-Ebert-Gymnasium. Dennoch sei die Gefahr nicht zu unterschätzen, da Jugendliche in rechtsextremistischen Gruppen Stärke, Zugehörigkeit und Nationalstolz fühlten und einfache Erklärungen für ihre persönlichen Probleme fänden. Der Preis, den sie dafür bezahlten, sei der Verlust eines kritischen Bewusstseins und eine ablehnende Haltung allem gegenüber, was irgendwie anders ist.

Die beste Strategie dem Rechtsextremismus zu begegnen, sei es daher, das Gespräch zu suchen und aufzuklären, empfahl Bojana Zivkovic von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Mit der Wanderausstellung wolle man das Schweigen brechen, um auf Rassismus und rechtsextreme Straftaten in Baden-Württemberg hinzuweisen. Erschreckend sei, dass das Einstiegsalter jugendlicher Täter bei 12-13 Jahren liege. – Dies sei eine Herausforderung an die Demokratie, die es zu stärken gelte.

Um die Schüler/innen in die Ausstellung miteinzubeziehen, wurden zuvor freiwillige Schüler/innen zu Ausstellungsführern ausgebildet, die hierfür aus den Händen Frau Zivkovics ein Zertifikat der Friedrich-Ebert-Stiftung erhielten.


Bis zum 13. Mai haben Schüler/innen des FEG der Klassen 8 bis Kursstufe 2 sowie der Werkrealschule Gelegenheit die Ausstellung zu besuchen.

Bis zum 13. Mai haben Schüler/innen des FEG der Klassen 8 bis Kursstufe 2 sowie der Werkrealschule Gelegenheit die Ausstellung zu besuchen.





Der Ort des Friedrich-Ebert-Gymnasiums sei für diese Ausstellung bestens gewählt, erinnerte Bürgermeisterstellvertreter Ernst Klinger, an den Namensgeber der Schule, Friedrich Ebert, der ebenfalls Mühe hatte sich links- und rechtsradikalen Kräften entgegenzustellen. Daher mahnte er als Vertreter der älteren Generation sich nicht verleiten zu lassen und wünschte der Ausstellung im Namen Bürgermeister Klettis, des Gemeinderates und der Verwaltung den verdienten Erfolg. 

Ehe die Anwesenden die Tafeln der Ausstellung auf eigene Faust erkunden konnten, bedankte sich Schulleiter Peter Schnitzler noch bei Bojana Zivkovic von der Friedrich-Ebert-Stiftung für ihre Einführung in die Ausstellung, den Kollegen Müller-Praefcke und Wetteroth für deren Unterstützung, dem Streichquartett des FEG für die musikalische Untermalung sowie den Gästen der Rektorin Christa Ernst von der benachbarten Werkrealschule, dem Elternvertreter Andreas Neuschäfer, den anwesenden Schüler/innen, Lehrern und Eltern des Schulzentrums für ihr Erscheinen.