Gemeinde Sandhausen

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Sanierte Synagoge mit Einliegerwohnung

Artikel erschienen am 04.02.2016

Von hier oben hat man die beste Aussicht über ganz Sandhausen. Daher kommt die kleine Einliegerwohnung auf dem Dach der ehemaligen Synagoge auch ohne Inserat aus. Sich der Verantwortung für Natur und Historie bewusst, ließen Gemeinderat und Gemeindeverwaltung nicht nur die Räumlichkeiten und die Fassade der ehemaligen Synagoge erneuern, sondern die Nisthilfe für Störche gleich mit.
 


Bezugsfertig und in bester Lage steht das Storchennest gefiederten Neubürgern zur Verfügung

Bezugsfertig und in bester Lage steht das Storchennest gefiederten Neubürgern zur Verfügung

B.o.: Der neue LED-Lichterkranz sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes

B.o.: Der neue LED-Lichterkranz sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes







 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück auf dem Boden merkt man schon beim Aufschließen: Hier hat sich einiges verändert. 

Die restaurierte Eingangstür wurde von Ruß und Schmutz befreit und führt über einen neuen Windfang aus Glas in den prächtigen Innenraum mit Gedenktafel und geschwungener Wendeltreppe. Edler Marmorboden, frisch geweißelte Wände und moderne LED-Beleuchtung betonen die historische Architektur. In Zusammenarbeit mit der oberen und unteren Denkmalschutzbehörde wurde die Sanierung des Barockbaus umgesetzt, Fenster vollständig ausgetauscht und der bestehenden Architektur angepasst. In den angrenzenden Nebenräumen wurde oben wie unten der alte Teppichboden entfernt und das Parkett abgeschliffen und frisch versiegelt (s.B.M.r.). Im zentralen Saal kam unter dem Teppich ein Marmorboden zum Vorschein, der nach seiner Aufarbeitung dem Raum einen festlichen Charakter verleiht. Für Veranstaltungen stehen eine neue Projektionsleinwand sowie eine neue Soundanlage zur Verfügung. Schallschutz inbegriffen. Eine Akustikdecke sorgt zudem für eine Verbesserung der Raumakustik und neue Heizkörper für ein angenehmes Raumklima. In der Küche stehen den Nutzern der ehemaligen Synagoge eine kleine Küchenzeile mit Spülmaschine (s.B.u.r.) sowie in den Nachbarräumen eine neue Garderobe und sanitäre Anlagen zur Verfügung. 

Für einen barrierefreien Zugang sorgt ein WC im Erdgeschoss und ab dem späten Frühjahr auch ein elektrischer Lifter, der von Seiten der Schützenstraße angefahren werden kann.


Modern und formschön präsentieren sich die neuen sanitären Anlagen.

Modern und formschön präsentieren sich die neuen sanitären Anlagen.

Das barrierefreie WC öffnet und schließt auf Knopfdruck.

Das barrierefreie WC öffnet und schließt auf Knopfdruck.

B.l.: Der Windfang verhindert ein Eindringen der Kälte

B.l.: Der Windfang verhindert ein Eindringen der Kälte


B.r.: Der poröse Sandstein, der die Tür- und Fensterrahmen verziert, wurde vom Bildhauer Alan Cossens nachgearbeitet

B.r.: Der poröse Sandstein, der die Tür- und Fensterrahmen verziert, wurde vom Bildhauer Alan Cossens nachgearbeitet

Nicht nur aus der Vogelperspektive sieht man, dass bei der Außensanierung am Dach, der Sandsteine, an der Fassade und den Klappläden ganze Arbeit geleistet wurde. Mit rund 460.000 € konnte nicht nur der schlimmste Verfall abgewendet werden, sondern dem Rohdiamant ein neuer Schliff gegeben werden. Mit Einzug des Frühlings sollen die ausstehenden Arbeiten an der Außenanlage fortgeführt und das in der Nachbarschaft befindliche Heimatmuseum saniert werden.