Gemeinde Sandhausen

Seitenbereiche

Vielfachblutspender wurden geehrt

Artikel erschienen am 20.12.2021
Zum Auftakt der diesjährig letzten Gemeinderatssitzung bedankte sich Bürgermeister Hakan Günes bei den Vielfachblutspendern Peter Föhringer, Johannes Sauer, Karen Bitz, Reiner Fetzer und Carina Menzel ebenso herzlich wie auch Lars Brade, der Vorsitzende des DRK Sandhausen (von links). Foto: Werner Popanda
Zum Auftakt der diesjährig letzten Gemeinderatssitzung bedankte sich Bürgermeister Hakan Günes bei den Vielfachblutspendern Peter Föhringer, Johannes Sauer, Karen Bitz, Reiner Fetzer und Carina Menzel ebenso herzlich wie auch Lars Brade, der Vorsitzende des DRK Sandhausen (von links). Foto: Werner Popanda

Sie stehen für Nächstenliebe, Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor dem Leben

Im Rahmen der Dezembersitzung des Gemeinderates ehrte Bürgermeister Hakan Günes fünf Blutspenderinnen und -spender für deren „ganz besonderen Dienst an unserer Gesellschaft“
 
Von Werner Popanda
 
Wenn das zutrifft, was in Fachkreisen wie etwa dem Deutschen Roten Kreuz vorgebracht wird, dann könnten Karen Bitz, Carina Menzel, Peter Föhringer, Johannes Sauer und Reiner Fetzer alles in allem 435 Menschen das Leben gerettet haben. Exakt hierfür wurden sie nun in der Festhalle von Bürgermeister Hakan Günes im Rahmen der diesjährig letzten Gemeinderatssitzung geehrt. Konkret heißt es in Fachkreisen, dass jede einzige normale Vollblutspende von einem halben Liter dazu beiträgt, das Leben von bis zu drei Menschen zu erhalten. Karen Bitz und Carina Menzel haben bislang jeweils zehn Mal Blut gespendet, Peter Föhringer und Johannes Sauer 25 Mal und Reiner Fetzer sogar sage und schreibe 75 Mal. In der Summe ergibt diese die stolze Anzahl von 145 Blutspenden.
 
In der Ehrungszeremonie gleich vornewegstellen wollte das Gemeindeoberhaupt, dass die „Bezeichnung dieses Aktes als Tagesordnungspunkt zwar etwas lieblos-bürokratisch gelesen werden kann“. Doch verberge sich dahinter ein von tiefer Dankbarkeit geprägter mitfühlender und mitmenschlicher Gedanke. Folglich gelte dies: „Herzlich willkommen also, liebe Lebensretterinnen und Lebensschenker!“. In der Tat, so Hakan Günes weiter, hätten die Geehrten einen „ganz besonderen Dienst an unserer Gesellschaft erbracht und durch ihre Blutspenden dazu beigetragen, dass einige unserer Mitmenschen an ihrem Leben festhalten konnten“. Sie hätten „Leben geschenkt, indem sie einen Teil ihres Lebens, nämlich Ihr Blut, zur Verfügung stellten, und das nun zum wiederholten Male“.
 
Aus diesem Grund sei es ihm persönlich als deutscher Bürger aber auch als Bürgermeister der Gemeinde Sandhausen sehr wichtig, Danke zu sagen, auch im Namen des Gemeinderates. „Wir sind“, hob Hakan Günes hervor, „stolz auf unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die über Jahre hinweg immer wieder bewiesen haben, dass Nächstenliebe, Verantwortungsgefühl und Hilfsbereitschaft für sie nicht nur leere Worthülsen sind, sondern gelebte, echte Werte“. Und dies in der heutigen Zeit, die von Schnelllebigkeit geprägt sei und in der oftmals leider der Eigennutz in den Vordergrund der Gesellschaft gestellt werde. Das sei alles andere als selbstverständlich und den Blutspendern daher hoch anzurechnen. Dies verband der Rathauschef mit einem Verweis auf folgenden, allseits gut bekannten Slogan des DRK: „Schenke Leben, spende Blut!“
 
Für ihn sind das „vier Worte die im wahrsten Sinne des Wortes Leben schenken“. Denn laut dem Internetauftritt des DRK würden in Deutschland pro Tag 15.000 Blutspenden zur Behandlung der Patientinnen und Patienten in deutschen Kliniken benötigt. Ebenso wissen man aber, dass es „auch weiterhin noch keinen künstlichen Ersatz für unseren überlebensnotwendigen Lebenssaft gibt“. Und da folglich die einzige Quelle die Quelle der Menschheit sei, sei die Menschheit auf diesen Solidaritätsakt von Mitmenschen angewiesen. „Spender wie Sie es sind mit Ihrer Einstellung zur Blutspende, die geprägt ist von Nächstenliebe, Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor dem Leben, sind für unser aller Leben schlicht unersetzbar,“ hielt Hakan Günes in aller Klarheit fest.
 
Unterm Strich sei es daher Fakt, dass die Bereitschaft der Geehrten, freiwillig Blut zu spenden, „unsere gesellschaftlichen Grundwerte ehrt und uns unglaublich dankbar und unglaublich stolz macht“. Doch selbst dann, wenn jede Blutspende eine besonders wertvolle, dankenswerte und von Nächstenliebe geprägte Spende sei und man keine einzelne Spende missen möchte, wolle er jetzt auf Reiner Fetzer zumindest in seiner Ansprache besonders aufmerksam machen. Dies habe jedoch keineswegs damit zu tun, dass er den weiteren Blutspenderinnen und Blutspender weniger Wert beimesse. Das sei ganz sicher nicht der Fall. Aber dennoch wolle er nicht unerwähnt lassen, dass Reiner Fetzer nun die Blutspenderehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl 75 überreicht bekomme.
 
Aus der Verwaltung heraus habe es hierzu bei der Vorbesprechung diese Anmerkung gegeben: „Das ist wirklich sehr selten, es gibt nicht viele Menschen, die von sich behaupten können, 75 Mal gespendet zu haben.“ Stimme die eingangs aufgemachte Berechnung, dann sei es so, dass alleine Reiner Fetzer bisher bis zu 225 Menschen das Leben gerettet haben könnte. Hierauf könne dieser wahrlich stolz sein. Gleichfalls nicht außen vor lassen wollte Hakan Günes an dieser Stelle, dem DRK Sandhausen und der Organisation in Gesamtheit dafür zu danken. „in unermüdlicher Art und Weise mit großem Einsatzwillen Blutspendenaktionen zu organisieren und durchzuführen“. Hierdurch werde ein Beitrag dazu geleistet, dass Mitbürgerinnen und Mitbürgern in hilfsbedürftigen Situationen durch eine Blutspende geholfen werden könne. Dementsprechend herzlich danke er denn auch dem örtlichen DRK und dessen Vorsitzenden Lars Brade.