Gemeinde Sandhausen

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Öffentliche Gemeinderatssitzung vom 25. Juli 2016

Entwicklung der Gemeindebibliothek 2010-15
Entwicklung der Gemeindebibliothek 2010-15

-Jahresbericht 2015 Gemeindebibliothek Sandhausen-
-Finanzzwischenbericht zur Haushaltslage-

Die Gemeindebibliothek blickt auf ein erfolgreiches und arbeitsintensives Jahr 2015 zurück. Dies veranschaulichte die Leiterin der Gemeindebibliothek, Frau Machauer in ihrem Jahresbericht 2015. Insgesamt 68.800 Besucher nutzten im vergangenen Jahr das attraktive Medienangebot oder besuchten eine Veranstaltung. Die konstant steigende Besucherzahl zeigte überdies, dass die Bibliothek trotz des digitalen Wandels ihre Rolle als kulturellen Treffpunkt und lebendigen Kommunikationsort für alle Altersgruppen behalten habe. Neben dem Lesen von Büchern, aktueller Tageszeitungen und Zeitschriften diene die Bibliothek, so Machauer, Schülern zum Hausaufgaben machen, als Treffpunkt der Lesepaten bzw. für die Vorlesestunde bei Benjamin Bücherwurm. Kleinkinder fänden im attraktiven Kinderland eine große Auswahl an Bilderbüchern.

40.061 Medien insgesamt; davon 35.923 Printmedien sowie 4.138 Non-Book-Medien
40.061 Medien insgesamt; davon 35.923 Printmedien sowie 4.138 Non-Book-Medien

Gezählt wurden 129.202 Entleihungen bei einem Angebot von 40.061 Medien. Die Zahl der aktiven Nutzer belief sich auf 2.407, darunter 527 Leser bis 12 Jahre und 330 mit mehr als 60 Jahren. Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Zahl der aktiven Besucher konstant geblieben und die Besucherzahl gestiegen. Hierfür hätten die zahlreichen Aktionen wie der Sommerleseclub „Heiß auf Lesen“ mit 105 Anmeldungen, die 17 Klassenführungen, 30 Veranstaltungen für Erwachsene und 57 für Kinder mit rund 5.100 Besuchern und 39 Vorlesestunden mit rund 1.300 Kindern gesorgt. Autorenlesungen, Kabarett, Vorträge verschiedenster Art, Ausstellungen, Kindertheater fügten sich 2015 zu einem abwechslungsreichen Programm zusammen, in dem u.a. die Krimiautoren Wolfgang Burger Jörg Böhm und Ingrid Noll, die Kabarettistin Martina Brandl, der Philologe Dr. Reinhard Düchting, der Schriftsteller und Drehbuchautor Stephan Valentin und das Theater Sturmvogel vertreten waren. Im Leistungsvergleich deutscher Bibliotheken (BIX) erreichte die Sandhäuser Gemeindebibliothek daher erstmals dreieinhalb Sterne von möglichen 4. „Für Kinder und Jugendliche bieten Sie Kindertheater, Bastelnachmittage und wöchentliche Vorlesestunden an, wohl wissend, dass dies der beste Lesestart für Kinder ist, und diese Kinder besser in der Schule sind, als ihre Altersgenossen“, lobte Gemeinderätin Eichler. Stellvertretend für den Verein „Freunde der Gemeindebibliothek“ dankte sie dem Vorsitzenden Gemeinderat Lauterbach für die tatkräftige und materielle Unterstützung der Ehrenamtlichen. Wie wichtig eine allgemeine Medien- und Lesekompetenz im Leben sei, betonte Gemeinderat Dr. Horn, und dankte Frau Machauer und ihrem Team für die geleistete Arbeit. Für Gemeinderätin Seeger gab der Tagesordnungspunkt Anlass sich an die Zeit zu erinnern, als in der in der ehemaligen Synagoge lediglich zwei Kisten mit Kinderliteratur zur Verfügung standen. Hingegen böte der jetzige Standort nicht nur mehr Medien, sondern ermögliche Schülern durch seine Nähe zum Schulzentrum die Bibliothek in den Freistunden zu besuchen. „Die Kooperation mit den Schulen ist gut und das Angebot wird angenommen“, ergänzte Gemeinderat Lauterbach, der hervor hob, wie wichtig neben dem Angebot die Beratung durch die Mitarbeiter sei, für die die Verwaltung und der Gemeinderat jährlich 429.000 € zur Verfügung stellten.

Beim Finanzzwischenbericht zum 30. Juni 2016, gab Timo Wangler, Leiter der Kämmerei, einen Überblick über das laufende Haushaltsjahr. Auch wenn noch nicht alle Daten feststünden, sehe der Haushalt nach ersten Prognosen ein bisschen besser aus als geplant, gab Bürgermeister Georg Kletti bekannt. Kämmerer Timo Wangler präsentierte sodann die Zahlen (s.B.u.):

Demnach betrage das Volumen des Verwaltungshaushalts 33.980.550 € bei den Einnahmen und Ausgaben. Nach dem Kassenabschluss zum 30.06.2016 seien insgesamt 53,6 % (52,5 % im Vorjahr) der Einnahmen angeordnet. bei den Ausgaben seien es 47,0 % (gegenüber 44,7 % im Vorjahr). Kassenkredite waren aufgrund des komfortablen Rücklagebestands nicht notwendig. Vergleiche man das Vorjahr mit den vorliegenden Zahlen ließe sich erkennen, so Wangler, dass der Haushaltsvollzug 2016 im üblichen Rahmen voranschreite. Dass sich die Einnahmesituation zum jetzigen Zeitpunkt positiver darstelle als geplant, sei hauptsächlich auf den positiven Verlauf der Gewerbesteuer zurückzuführen. Bei den restlichen Einnahmen ergeben sich nur geringe Abweichungen gegenüber der Planung. Die Ausgabesituation sei zur Halbzeit als neutral zu bewerten. Sollte sich an der gesamtwirtschaftlichen Lage nichts ändern, sei davon auszugehen, dass die eingeplante Zuführungsrate in Höhe von 1.853.200 € um rund 500.000 € übertroffen werden könne.
Aufgrund der positiven Entwicklung der Grundstückserlöse und der Entwicklung der Zuführungsrate des Verwaltungshaushalts sei im Vermögenshaushalt die Finanzierung der eingeplanten Maßnahmen gesichert. Hinzu kämen die wesentlich günstigeren Ausschreibungsergebnisse. Somit sei auch die überplanmäßige Ausgabe für die Erweiterung des Anne-Frank-Kindergartens finanziert. Die Situation des Wasserwerks könne, erst zum Jahresende abschließend beurteilt werden. Bisher habe die Gemeinde von Januar bis Juni 2016 rund 346.000 cbm Wasser vom Wasserversorgungsverband „Hardtgruppe“ bezogen und liege damit deutlich unter den Vorjahren (~387.000 cbm). Eine unbekannte Größe seien jedoch nach wie vor die Wasserverluste.
In einer zusammenfassenden Betrachtung stellte Gemeinderätin Anna Köhler fest, dass der Finanzzwischenbericht zeige, wie vorausschauend die Gemeinde plane, so dass selbst außer- und überplanmäßige Ausgaben kompensiert werden könnten. Gemeinderat Frieder Flory erinnerte, dass alle Fraktionen gemeinsam die Planungsvorgaben getragen und auf den Weg gebracht hatten. Wichtig sei dabei, dass sich die geplanten Einnahmen durch höhere Gewerbesteuereinnahmen, erhöhte Schlüsselzuweisungen und Grundstücksverkäufe verbessert und sich demzufolge die Zuführungsrate um 500.000 € erhöht habe. Gemeinderat Ernst Klinger nannte die Haushaltsplanung eine Punktlandung, warnte aber zugleich, dass das Ergebnis auch von Bund, Land und der Konjunktur abhängig sei. Zuletzt fügte Gemeinderat Lauterbach schmunzelnd hinzu, dass es die Gemeinde mit diesem Finanzzwischenbericht zwar nicht in die Rhein-Neckar-Zeitung schaffe, er den Bericht aber dennoch mit Genugtuung zur Kenntnis nehme.

 -wird fortgesetzt-