Gemeinde Sandhausen

Seitenbereiche

Kindergarten- und Schülerbetreuungsplanung 2015/2016

Waldkindergarten mit verlängerten Öffnungszeiten und die Betriebserlaubnisse für das Kindergarten- und Schuljahr 2015/16 standen auf der Tagesordnung des Sandhäuser Gemeinderates. Da war es naheliegend, dass auch die Planungen für Kindergarten und Schülerbetreuung in diesem Zeitraum vorgestellt wurden. „Wir bemerken mit Freude einen verstärkten Zuzug in unsere Gemeinde, vor allem von jungen Familien mit Kindern“ stellte Bürgermeister Georg Kletti zu Beginn der Beratung fest. Ein positiver Saldo von 17 Kindern zwischen einem bis sechs Jahren bestätigt dies. Zusätzlich zeigt die Statistik auf, dass der Geburtsjahrgang 2012 mit 136 Kindern besonders stark ausfällt. Grund für eine Analyse und einen Statusbericht, den Hauptamtsleiter Günther Köhler dem Rat erstattete. Demnach gibt es keine Veränderungen im evangelischen Kindergarten „Schatzkiste“ in der Adam-Mattern-Straße und im katholischen St. Josef in der Kirchstraße. Eine neue Ganztagesgruppe bietet der katholische St. Elisabeth Kindergarten in der Wendelinusstraße nach Renovierungs- und Umbauarbeiten an. Mit den Vertretern der Kirchengemeinden wurden diese Planungen erarbeitet. „Da wir kontinuierlich auch an den kommunalen Kindergärten optimieren und anpassen, besteht in Bezug auf Betreuungsformen und Öffnungszeiten auch hier derzeit kein Bedarf“, so Köhler. Allerdings wird die Notwendigkeit einer zusätzlichen Kindergartengruppe gesehen, „das könnte im Waldkindergarten passieren, wo wir bis maximal 25 Kindern verlängerte Öffnungszeiten anbieten“. Zudem sollte eine Gruppe altersgemischt arbeiten, hierzu wird ab September eine Betriebserlaubnis beantragt. Für unter drei Jahre besteht eine Deckung der Nachfrage, wenngleich aufgrund von Elternwünschen auch Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. Bei der Schülerbetreuung besteht eine Warteliste von 15 Personen bei insgesamt 180 Schülerbetreuungsplätzen im Angebot der „Verlässlichen Grundschule“, der Kernzeit und der Hortbetreuung. „In Summe können bei uns über 760 Kinder in Kindertageseinrichtungen betreut werden“, so Köhler. Gemeinderätin Eva Maria Eichler, CDU, musste sich nicht zweimal fragen, warum junge Familien gerne nach Sandhausen ziehen. „Weil unsere Infrastruktur stimmt, weil es einen Konsens mit den Kirchengemeinden gibt und wir eine umsichtige Personalplanung betreiben“, so ihr Fazit. Welche Fülle an Ideenreichtum sie außer dem Lehrplan vermitteln. Davon zeugen die zahlreichen Beiträge von Klein bis Groß über das Jahr hinweg. Den besonderen Stellenwert „Kinderbetreuung Sandhausen“ stellte SPD-Gemeinderat Thomas Schulze in seinem Redebeitrag heraus. „Eine veränderte Gesellschaft mit einem anderen Rollenverständnis der Frau, dem müssen wir gerecht werden“ so sein Fazit. Natürlich stimme seine Fraktion einer neuen Gruppe im Waldkindergarten und einer Erweiterung des Personals zu. Schulze wies allerdings darauf hin, dass es sich bei der Schülerbetreuung um ein freiwilliges Angebot der Gemeinde handele. Lob für die Verwaltung, der es immer wieder gelinge, sich am Bedarf zu orientieren, hatte Ernst Klinger, FDP, parat. „Damit wird dokumentiert, dass Sandhausen eine Wohlfühlgemeinde ist“. Ralf Lauterbach, AL, stellte fest: „Wir haben alles richtig gemacht, bieten keine Betreuungsbatterien sondern bieten ein schlüssiges pädagogisches Konzept“. Und so wurde einstimmig den Verwaltungsvorschlägen Zustimmung erteilt. (fi)