Gemeinde Sandhausen

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Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 13.3.2013

Bürgermeisterwahl am 7. April 2013

Die Amtszeit eines Bürgermeisters beträgt acht Jahre. In Sandhausen ist diese Zeit nun fast verstrichen. Die nächste Bürgermeisterwahl findet am 7. April 2013 statt.  Zur Wahl stellen sich der amtierende Bürgermeister Georg Kletti und Herr Marius Augustin aus Poing bei München, ein Vertreter der Nein-Sager-Partei. In der Gemeinderatssitzung vom 13. März 2013 wurde gemäß §47, Abs. 2, Satz 2 der Gemeindeordnung über  die Veranstaltung einer Bewerbervorstellung abgestimmt. Diese sieht in ihren Regularien eine 15-minütige Redezeit der Kandidaten mit anschließender 10-minütiger Fragestellung seitens der Zuhörer vor. Nach Ermessen der Gemeinderäte ist eine solche Vorstellung nicht sinnvoll. „Das Ganze ist eine Farce!“, stellte Gerhard Hettinger (Alternative Liste) fest.  Herr Augustin hatte erklärt, dass er keine Ziele habe und auch nicht das Bürgermeisteramt annehmen wollte, falls er gewählt würde. „Das ist eine ernste Sache.“, unterstrich Dr. Bahnmüller (FDP). Im Grunde waren sich alle einig und sprachen sich daher einstimmig gegen eine öffentliche Bewerbervorstellung aus. Der Gemeinderat war mit 17 Gemeinderäten beschlussfähig. Bürgermeister Kletti war aus Gründen der Befangenheit nicht anwesend.

Im Anschluss konnten die Gemeinderäte Fragen zu verschiedenen Themen zur Diskussion stellen. Als erstes ging es um die Friedhofsbestattungskosten. Aus dem Gemeinderat kam die Feststellung, dass im Jahr 2011 die Bestattungsgebühren neu kalkuliert und mit einem Kostendeckungsgrad von 70 Prozent beschlossen worden sei. Diese Entscheidung war einstimmig gefasst worden. Nun sei aber festzustellen, dass die einzelnen Gebührensätze prozentual gesehen unterschiedlich stark angestiegen seien. Der Kämmerer Timo Wangler verwies hierzu auf das Kalkulationsmuster der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg, kurz GPA, welches auch in Sandhausen zur Anwendung komme. Fazit seiner Ausführungen war, dass sich die einzelnen Kostenblöcke und die Fallzahlen der Bestattungsformen unterschiedlich entwickelt haben, wodurch sich auch die einzelnen Gebührensätze unterschiedlich verändern.

Danach kam man im Gemeinderat auf die Erneuerung des Spielplatzes „Große Mühllach“ zu sprechen. Anerkennung fand ein neuer Basketballkorb, der erst kürzlich aufgestellt worden war. Die Gemeinde hatte trotz der ungünstigen Witterung mit den Erneuerungsmaßnahmen des Spielplatzes begonnen. Auch auf dem ehemaligen Fabrikgelände „Dr. Freund“ ist ein neuer Spielplatz in Planung, der voraussichtlich an Pfingsten in Betrieb genommen werden kann. 

Danach diskutierte man im Gemeinderat öffentlich über die Möglichkeit einen Arbeitskreis „Energie“ zu gründen, der bereits früher einmal in der Gemeinde Sandhausen bestanden hatte. Die Grundidee dabei ist, dass sich die Bürger/innen direkt zu energiepolitischen Fragestellungen einbringen können, wie es z.B. in der Gemeinde Gaiberg zu beobachtet ist. 

Ein weiteres Anliegen war den Fortbestand des Feldsperlings zu sichern. Leider kann man beobachten, dass zwar Haussperlinge in den Gärten Sandhausens zu finden sind, aber der Feldsperling langsam von den Feldern und Wiesen der Gemeinde verschwindet.  In Eppelheim kennt man ebenfalls das Problem. Dort hatte man sich entschlossen Gehölzinseln für Vögel aufzustellen, um die Art zu erhalten. Der Gemeinerat wird die Vorschläge nun prüfen.

Damit waren alle Fragen seitens des Gemeinderats beantwortet und die Bürger hatten das Wort. Die Bürgerschaft Sandhausens war an diesem Abend spärlich vertreten und hatte auch keine Fragen. Der einzige Vertreter, der sich unter den Zuhörern eingefunden hatte, versicherte jedoch, dass es bestimmt nicht sein letztes Mal sein würde.