Gemeinde Sandhausen

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Fortsetzung Öffentliche Gemeinderatssitzung vom 30.05.2022

Artikel erschienen am 10.06.2022

Rathausvorplatz soll umgestaltet werden
Zustimmung für Entwurfskonzept / Friedrich-Ebert-Werkrealschule erhält neue Medientechnik

In seiner jüngsten Sitzung hat der Sandhäuser Gemeinderat grünes Licht für die Umgestaltung des Rathausvorplatzes gegeben. Einstimmig votierten die Mitglieder für ein Entwurfskonzept eines beauftragten Landschaftsarchitekten. „Wir möchten den Rathausvorplatz im östlichen Teil erneuern und umgestalten und damit vor allem mehr Aufenthaltsqualität schaffen“, erklärte Bürgermeister Hakan Günes. Zusammen mit Ortsbaumeister Benjamin Wiegand stellte er die Pläne im Großen Sitzungssaal des Rathauses vor.

Der Rathausvorplatz sei insbesondere in den Sommermonaten beliebter Treffpunkt für Sandhäuserinnen und Sandhäuser, so Günes. Daher solle bei der Umgestaltung besonderes Augenmerk auf Sitzmöglichkeiten und Begrünung gelegt werden. Die Nähe zur ortsansässigen Bäckerei verstärke zudem den Bedarf an zusätzlichen Aufenthalts- und Sitzmöglichkeiten. Im Zuge der Planung sollen auch für den westlichen Rathausvorplatz mobile Sitz- und Pflanzelemente berücksichtigt sowie die Fahnenmasten erneuert werden. Die geschätzten Kosten der Umgestaltung belaufen sich auf rund 165.000 Euro, hinzu kommen Planungskosten in Höhe von rund 45.000 Euro.
Gemeinderat Peter Köllner signalisierte zwar Zustimmung seitens der CDU-Fraktion, merkte aber an, dass die Planungskosten mit einem Umfang von rund 30 Prozent am Gesamtvolumen „aus dem Ruder“ liefen. Ortsbaumeister Benjamin Wiegand zeigte Verständnis für diese Kritik. Allerdings orientierten sich die Kosten an der geltenden Honorarordnung und seien bereits nachverhandelt worden. Die SPD-Fraktion stehe der geplanten Umgestaltung „grundsätzlich positiv“ gegenüber, erklärte Thorsten Krämer. Bei der Umsetzung gebe es allerdings noch geteilte Meinungen, so der Gemeinderat.
„Wir müssen die Plätze in Sandhausen nach und nach gestalten. Und an irgendeiner Stelle müssen wir anfangen“, erklärte Georg Diem (FDP) die Zustimmung seiner Fraktion. In Bezug auf die gestiegenen Planungskosten forderte er, dass sich der Gemeindetag mal mit diesem Thema beschäftigen müsse. Beate Würzer (GAL-Fraktion) begrüßte die Idee einer neuen Begegnungsstätte in der Ortsmitte. Sie kritisierte jedoch, dass Anregungen aus der Fraktion, das Mikroklima in diesem Bereich weiter zu verbessern – etwa durch Begrünung der Ratssaal-Fassade – nicht aufgenommen worden seien. Es brauche zukünftig deutlich mehr Kühlungsinseln und eine Entsiegelung von Flächen, sagte Würzer.
Bürgermeister Hakan Günes ging auf die Redebeiträge der Gemeinderäte ein und merkte an, dass man nicht alles auf einmal umsetzen könne. „Wir gehen Schritt für Schritt vor“, so Günes.

Bei der Gestaltung des Rathausvorplatzes soll besonderes Augenmerk auf Sitzmöglichkeiten und begrünung gelegt werden. Grafik: Landschaftschaftsarchitekt Palm
Bei der Gestaltung des Rathausvorplatzes soll besonderes Augenmerk auf Sitzmöglichkeiten und begrünung gelegt werden. Grafik: Landschaftschaftsarchitekt Palm

Medientische, Projektionsgeräte und W-LAN in den Klassenzimmern

Die Gemeinde investiert rund 180.000 Euro in die Anschaffung moderner Medientechnik für die Friedrich-Ebert-Werkrealschule. Beschafft werden unter anderem neue Medientische, Anzeige- und Projektionsgeräte. Die Ausstattung orientiert sich an der bereits umgesetzten und erprobten Medientechnik am benachbarten Friedrich-Ebert-Gymnasium. Zudem wird ein modernes Datennetzwerk mit W-LAN-Zugangspunkten in den Klassenzimmern und den Verwaltungsbereichen aufgebaut.

Für die Umsetzung der Maßnahme wurden Bundesmittel aus dem Förderprogramm „Digitalpakt Schulen“ in Höhe von rund 169.000 Euro beantragt. Die Eigenmittel betragen rund 45.000 Euro. Auf die Medientechnik entfallen Gesamtausgaben in Höhe von rund 145.500 Euro, für die Netzwerktechnik von rund 33.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für ingenieurtechnische Leistungen sowie Planungskosten in Höhe von rund 35.500 Euro.
Die Gemeinderatsmitglieder stimmten dem Vorschlag der Verwaltung einstimmig zu. „Digitalisierung ist an Schulen nicht mehr wegzudenken. Mit der neuen Medientechnik macht das gesamte Schulzentrum in der digitalen Infrastruktur einen Sprung nach vorne“, erklärte Gemeinderat Michael Herzog (CDU-Fraktion). „Medienkompetenz ist wichtiger denn je“, stimmte Thorsten Krämer im Namen der SPD-Fraktion zu. Er erinnerte daran, dass beim Thema Digitalisierung auch das Lehrpersonal unterstützt werden müsse. Für Volker Liebetrau (FDP-Fraktion) sind die zur Verfügung gestellten Mittel „gut investiertes Geld“. Lukas Öfele sprach der Verwaltung im Namen der GAL-Fraktion ihren Dank für die Unterstützung der Schulen aus.

Weitere Anregungen und Fragen der Gemeinderäte drehten sich um die Themen Hardtwaldhalle und Verkehrssicherheit sowie Nutzung der Spiel- und Bolzplätze. Ein Lob für Verwaltung und Gemeinderat gab es in der öffentlichen Fragestunde seitens der Bürgerschaft für das verabschiedete Corona-Hilfspaket für Sandhäuser Vereine.

Die Friedrich-Ebert-Werkrealschule erhält neue Medientechnik. Foto: iStock.com/Bet_Noire
Die Friedrich-Ebert-Werkrealschule erhält neue Medientechnik. Foto: iStock.com/Bet_Noire