Gemeinde Sandhausen

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Fortsetzung Öffentliche Gemeinderatssitzung 25.10.2021

Artikel erschienen am 19.11.2021

Abonnement-Preis der Gemeindenachrichten steigt leicht
Gemeinderat stimmte der Anpassung der Bezugspreise zu

Von Werner Popanda

Über durchaus dickes Lob durften sich beim Tagesordnungspunkt „Anpassung der Bezugspreise für die Gemeindenachrichten“ auch die Ersteller eben dieser Gemeindenachrichten freuen. So sprach CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Herzog davon, dass die Gemeindenachrichten ein wichtiges kommunikatives Blatt und gerade für die Vereine ein wichtiges Organ seien. Aus Sicht von SPD-Gemeinderat Thomas Schulze sind die Gemeindenachrichten gleichfalls ein wichtiges Informations- und Mitteilungsblatt, auch für die Vereine und Parteien, und für viele auch die einzige Informationsquelle – weshalb man den Wert der Gemeindenachrichten gar nicht unterschätzen könne. Obendrein würden diese nicht als Selbstbedienungsladen verwendet. Sehr begrüßt werde von ihm obendrein die Online-Version.

Wichtige Informationsquelle: Die Sandhäuser Gemeindenachrichten erscheinen wöchentlich freitags. Foto: Jochen Denker/Gemeinde Sandhausen
Wichtige Informationsquelle: Die Sandhäuser Gemeindenachrichten erscheinen wöchentlich freitags. Foto: Jochen Denker/Gemeinde Sandhausen

Heidi Seeger meldete sich für die FDP-Fraktion zu Wort und nannte die Gemeindenachrichten „einfach eine Institution“ und für die Sandhäuserinnen und Sandhäuser einfach das Mittel der Information. Frei nach dem Motto: „Freitags steht man am Briefkasten und schaut, ob das Amtsblättel schon da ist.“ Nicht so ganz im Lobesreigen mitmachen wollte hingegen Ralf Lauterbach. Und zwar deswegen, weil er die „Monopolstellung der Nussbaum-Medien „eher nicht so gut“ finde. Außerdem betrachte er die aufgeführten Gründe für die Erhöhung der Bezugspreise als „Rundumschlag“. In der Summe sollte man daher „nochmal stärker hingucken, was die Leistungen anbelangt“. Volker Liebetrau schlug schlussendlich vor, dass sich die Bürgermeister zusammentun und eruieren sollten, „ob es nicht auch einen anderen Betreiber gibt“. In der Beschlussvorlage, der die Gemeinderäte unisono zustimmten, waren die von den Nussbaum-Medien genannten Gründe für die Bezugspreisanpassung aufgeführt. Also die „Weiterentwicklung des Mindestlohnes, der weiterhin stetig schwieriger werdende Anzeigenverkauf sowie, dass die sehr stark gestiegenen Holzpreise zu Konzentrationsprozessen im Markt aller Papierhersteller und damit zu überdurchschnittlichen Kostensteigerungen auf dem Markt bei den Papierherstellern führen“.

Verwiesen wurde einerseits aber auch auf „Investitionen in Datensicherheit, in Forschung an neuen Technologien sowie kompetentes Fachpersonal und in die Ausbildung von jungen Menschen werden angeführt. Und andererseits darauf, dass Nussbaum-Medien „weiterhin attraktiv bleiben möchte und deshalb an neuen Konzepten arbeitet“. Des Weiteren richte man sich mit einer neuen Abo-Variante auf die nächste Generation von Abo-Kunden ein. Sprich: „Abonnenten erhalten mit dem Abo Plus-Abonnement drei individuelle Online-Zugänge zu ihrem ePaper und damit auch zum Nussbaum-Club.“ Letztlich werde auch aufgezeigt, dass „durch den Nussbaum-Club, der exklusiv für Bezieher von Mitteilungsblättern gegründet wurde, die darin enthaltende Vorteilswelt wächst und durch immer neue Kooperationspartner aus Baden-Württemberg die angekündigte Erhöhung der Bezugspreise schnell wieder kompensiert werden kann“.

Die jetzt vom Gemeinderat mitgetragene Steigerung der Bezugspreise ab dem 1. Januar 2022 von derzeit halbjährlich 22,40 Euro auf künftig 24,50 Euro bedeutet bei 50 Ausgaben pro Jahr und einem Preis von 49 Euro pro Jahr somit einen Preis von 0,98 Cent gegenüber bislang 0,90 Cent je Ausgabe.