Gemeinde Sandhausen

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Kriminalprävention: Positive Bilanz

Artikel erschienen am 12.11.2021

Verein Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar zieht in der Festhalle positive Bilanz

Seit 23 Jahren fördert und unterstützt der gemeinnützige Verein Kommunale Kriminal-prävention Rhein-Neckar e.V. Maßnahmen und Projekte der Kriminalprävention, des Opferschutzes und der Zivilcourage im Rhein-Neckar-Kreis. Neben Personen aus Verwal-tung, Polizei, Politik, Jugendarbeit, Wissenschaft und Bürgerschaft sind auch alle 54 Ge-meinden und Städte im Kreis Mitglied im Verein. Die diesjährige Mitgliederversammlung fand in der Sandhäuser Festhalle statt. Auf der Tagesordnung stand neben Neuwahlen im Vorstand die Vorstellung der Gewaltambulanz und des Childhood-Hauses in Heidelberg.

Bürgermeister Hakan Günes (rechts) begrüßte als Gastgeber den Vorstand des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. zur diesjährigen Mitgliederversammlung in der Festhalle (von links): Landrat Stefan Dallinger, Stefanie Jansen, Marie-Luise Schwer-del, Tanja Kramper, Silvia Kempf und Marco Siesing.
Bürgermeister Hakan Günes (rechts) begrüßte als Gastgeber den Vorstand des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. zur diesjährigen Mitgliederversammlung in der Festhalle (von links): Landrat Stefan Dallinger, Stefanie Jansen, Marie-Luise Schwer-del, Tanja Kramper, Silvia Kempf und Marco Siesing.

Bürgermeister Hakan Günes konnte rund 80 Mitglieder in der Festhalle begrüßen. „Der Verein leistet im Bereich der Prävention eine ungemein wichtige Arbeit. Er bündelt alle gesellschaftlichen Kräfte und führt sie zu gemeinsamer Verantwortung zusammen. Das bietet Kommunen die Chance, durch die Verbesserung der Sicherheitslage auch die eigene Standortqualität zu verbessern“, sagte Günes. In ihrem Jahresbericht gab Geschäftsführerin Tanja Kramper einen Überblick über die zahlreichen Projekte und Förderprogramme des Vereins. Bei den präventiven Aktivitäten genießt etwa der Schutz vor Wohnungseinbrüchen, Taschendiebstahl oder Telefonbetrug einen hohen Stellenwert. In Kooperation mit dem Polizeipräsidium Mannheim setzt der Verein Vorträge und öffentliche Aktionen um, bietet zudem Infomaterial an und fördert die Initiative „Wachsame Nachbarschaft“. Aber auch der Opferschutz und die Auszeichnung von Zivilcourage – beispielsweise durch die Aktion „beistehen statt rumstehen“ – sind wichtige Themen. Daneben fördert der Verein Selbstbehauptungstrainings für Frauen und Mädchen, führt Projekte in Schulen und Kindergärten durch, berät Senioren zum Thema Sicherheit und widmet sich verstärkt dem Bereich der Digitalen Medien. Der Vorsitzende des Vereins, Landrat Stefan Dallinger, betonte die große Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit in diesen Bereichen.

Geschäftsführerin Tanja Kramper und Landrat Stefan Dallinger.
Geschäftsführerin Tanja Kramper und Landrat Stefan Dallinger.

Bei der Neuwahl des zweiten Vorsitzenden wurde der Mannheimer Polizeipräsident Siegfried Kollmar einstimmig als Nachfolger von Andreas Stenger gewählt. In einer Videobotschaft dankte Kollmar für seine Wahl und betonte: „Gute Polizeiarbeit ist nur mit guter Polizeiprävention möglich.“ Zur neuen Schriftführerin wurde einstimmig die Sozialdezernentin Silvia Kempf gewählt; sie folgt auf Stefanie Jansen, seit Januar Sozialbürgermeisterin der Stadt Heidelberg.

Die Themen Gewaltprävention und Rechtssicherheit standen bei zwei Vorträgen im Mittelpunkt: Idil Reineke, Case-Managerin des Childhood-Hauses Heidelberg, gab einen Einblick in die Arbeit der interdisziplinären Einrichtung. Das Childhood-Haus ist eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die Opfer oder Zeugen von körperlicher oder sexueller Gewalt geworden sind. Prof. Dr. Kathrin Yen, ärztliche Direktorin des Instituts für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg, widmete sich in ihrem Vortrag der Dokumentation von Gewaltverbrechen. Wichtig sei stets eine frühzeitige Untersuchung durch geschultes Personal, sowie eine korrekte Beweissicherung und Dokumentation, so Yen. Dies schaffe nicht nur Klarheit in vielen Fällen, sondern auch Rechtssicherheit.

Für die Bewirtung der zahlreichen Gäste sorgten die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung.

Professor Dr. Kathrin Yen stellte die Gewaltambulanz an der Universität Heidelberg vor.
Professor Dr. Kathrin Yen stellte die Gewaltambulanz an der Universität Heidelberg vor.