Gemeinde Sandhausen

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Öffentliche Gemeinderatssitzung 28.06.2021

Artikel erschienen am 01.07.2021

Sanierung des Schulzentrums im rasanten Endspurt
 
In Sandhausen beschloss der Gemeinderat, eine weitere Million Euro für die letzten Arbeitsaufträge zur Sanierung des Friedrich-Ebert-Schulzentrums freizugeben
 
Von Werner Popanda

In der letzten von Bürgermeister Georg Kletti (vorne, mit Amtskette) geleiteten Sitzung des Sandhäuser Gemeinderates machte das Kommunalparlament weitere Nägel mit Köpfen in Sachen Sanierung des Friedrich-Ebert-Schulzentrums
In der letzten von Bürgermeister Georg Kletti (vorne, mit Amtskette) geleiteten Sitzung des Sandhäuser Gemeinderates machte das Kommunalparlament weitere Nägel mit Köpfen in Sachen Sanierung des Friedrich-Ebert-Schulzentrums

Bog die Sanierung des Friedrich-Ebert-Schulzentrums dank der bei der Gemeinderatssitzung am 31. Mai gefassten Beschlüsse noch auf die Zielgerade ein, dann befindet sie nach den Beschlüssen der Sitzung am 28. Juni sozusagen im rasanten Endspurt. Oder in den Worten von Ortsbaumeister Michael Schirok: „Heute stehen die Beschlüsse über die letzten Gewerke an.“
 
Unter einem Gewerk versteht man in der Baufachsprache und genau betrachtet eigentlich auch nur in dieser eine Bauleistung, die eine Gruppe von handwerklichen oder bautechnischen Spezialisten als Teil der Gesamtleistung übernimmt. Im Kommunalparlament nun einstimmig zuerst in trockene Tücher gebracht wurde das Gewerk „Metallbau- und Verglasungsarbeiten“ zu einem Preis von 282.507 Euro.
 
Ebenso einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, das Gewerk „Vorgehängte hinterlüftete Fassade“ zum Preis von 263.149 Euro zu vergeben. Eine solche Fassade“ ist im europäischen Industrie- und Bürobau, zu Teilen aber auch im Wohnungsbau eine weitverbreitete Art der Gebäudehülle. Ihr Kennzeichen ist Luftschicht, die sich zwischen dem gedämmten Gebäude und der Wetterhaut befindet.
 
Selbst für Baulaien nichts zu erklären dürfte es hingegeben beim Gewerk „Dachabdichtungsarbeiten“ geben, durch das sich die Baukosten um 91.844 Euro. Und mehr oder weniger selbsterklärend sind wohl auch die Gewerke „Klempnerarbeiten“ (47.054 Euro), „Stahlbauarbeiten“ (136.769 Euro), „Zimmerarbeiten“ (45.805 Euro), „Trockenbauarbeiten“ (56.260 Euro), „Schreinerarbeiten“ (35.545 Euro), „Malerarbeiten“ (18.745 Euro), „Estricharbeiten“ (14.300 Euro), und „Baureinigungsarbeiten“ (4.872 Euro).
 
Vom Gemeinderat überaus positiv aufgenommen wurde das Fazit von Michael Schirok, dass sich die Gesamtbaumaßnahme „absolut im vorgesehenen Kostenrahmen“ befinde. Details hierzu lieferte die Beschlussvorlage. Demnach belaufen sich die Gesamtkosten auf 7.354.056 Euro, wobei auf die Planer Kosten von 1.225.676 Euro entfallen und auf den Bau an sich Kosten von 6.128.380 Euro.
 
Alles in allem sind Leistungen im Umfang von 7.110.949 Euro beauftragt und bislang Leistungen im Umfang von 3.366.076 Euro abgerechnet worden. Nicht außen vor gelassen wurde in der Beschlussvorlage, dass die bewilligte Gesamtförderung bei 7.405.000 Euro liegt. Michael Schirok bezog aber nicht nur in Sachen Geld Stellung. Sondern auch in Sachen Bautempo.
 
Und kam zu folgendem Schluss: „Wir liegen vor dem Zeitplan.“ Konkreteres war gleichfalls der Beschlussvorlage zu entnehmen, die das von ihm geleitete Bauamt erstellt hatte: „Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist wie geplant für 2022 vorgesehen, auf Grund des schnellen Baufortschrittes könnten die Arbeiten bereits im ersten Halbjahr abgeschlossen sein.“
 
Dies würde eine Verkürzung der Bauzeit um rund sechs Monate bedeuten. Verbunden wird das jedoch mit der Einschränkung, dass es wegen der Corona-Pandemie derzeit zu Lieferschwierigkeiten bei vielen gängigen Baustoffen komme. Wie sich dieser Umstand auf die nun neu vergebenen Aufträge auswirke, könne zurzeit noch nicht abgeschätzt werden.
 
Auf jeden Fall enorm zu schätzen scheint die Arbeit von Michael Schirok und seinem Team CDU-Gemeinderätin Anna-Maria Köhler. Denn sie fand in der Debatte diese Lobesworte: „Wir sind wirklich glücklich, wie das verlaufen ist gerade in diesen Zeiten, wir sind wirklich einen großen Schritt gegangen, um unser Schulzentrum auf den neuestens Stand zu bringen.“
 
So viel Lob ist selbstredend kaum zu toppen, weshalb sich ihren Worten sowohl SPD-Gemeinderat Thorsten Krämer als auch FDP-Gemeinderat Georg Diem einfach anschlossen. Wobei Letztgenannter noch dies anmerkte: „Dass so etwas gelingen kann, kostet Geld, momentan ist es nicht so einfach, solche Projekte umzusetzen.“ Mit der Umsetzung von Projekten war es hiermit freilich nicht getan.
 
Denn auf der Tagesordnung stand auch noch der Punkt „Digital Pakt-Schulen: Friedrich-Ebert-Gymnasium, hier: Vergabe Gewerk ‚Ausstattung von Medientechnik‘ und Gewerk ‚Verkabelungsarbeiten von zwei EDV-Räumen‘.“ Gewerk Nummer 1 wurde zum Preis von 243.962 Euro vergaben und Gewerk Nummer 2 zum Preis von 30.145 Euro.
 
 
Fortsetzung folgt