Gemeinde Sandhausen

Seitenbereiche

Fortsetzung Gemeinderatssitzung 27.07.2020

- Ausweisung eines Waldrefugiums im Distrikt Bandholz als naturschutz-rechtlicher Ausgleich für die Erweiterung des Wasserwerkes Sandhausen -
- Verlängerung der Veränderungssperre Bebauungsplan Bahnhofstraße, Gewerbegebiet Sandhausen - II. Änderung, Bebauungsplan Hauptstraße I und II -

Als naturschutz-rechtlicher Ausgleich für die Erweiterung des Wasserwerkes Sandhausen beschloss der Gemeinderat die Ausweisung eines 0,51 ha großen Waldrefugiums im Distrikt Bandholz. Die Maßnahmenfläche liegt außerhalb des Naturschutzgebietes Zugmantel-Bandholz und ist eine Teilfläche aus einer Maßnahme, die die Gemeinde Sandhausen im Rahmen eines Ökokonzeptes aus dem Jahr 2016 durchführt.
Im Gemeinderat begeisterte sich Gemeinderätin Köhler für die „Win-Win-Win-Situation“, die zwar den Nachteil hätte, dass die Gemeinde einen kleinen Teil ihrer Ausgleichsfläche verliere, aber dennoch notwendig sei. Dass die Ausgleichsfläche in Sandhausen liegt, habe den Vorteil, dass die Bürgerinnen und Bürger es sich ansehen könnten, sagte Gemeinderätin Maaßberg, die die Maßnahme ebenfalls als sinnvoll erachtete. Zudem dienten die alten Bäume des Bannwaldes der Biodiversität, fügte Gemeinderat Diem hinzu und dem Artenschutz, so Gemeinderat Öfele, da in einem Bannwald eine Holzernte und Pflegemaßnahmen ausgeschlossen sind.

Um die Planungsabsichten der Gemeinde zu sichern und unerwünschte bauliche Entwicklungen zu vermeiden, beschloss der Gemeinderat die Verlängerung von 4 Veränderungssperren für den Bebauungsplan „Bahnhofstraße - nördlicher Teil“, „Gewerbegebiet Sandhausen - II. Änderung“, „Hauptstraße I und Hauptstraße II“. Bauanträge in „normalem Umfang“ werden dadurch nicht verhindert.

In puncto Nachverdichtung, sah Gemeinderat Liebetrau im hinteren Bereich vieler Grundstücke noch reichlich Kapazität. „Manchmal muss man einen Umweg gehen, um zum Ziel zu kommen.“, folgerte Gemeinderat Lauterbach. „Sandhausen hat an vielen Stellen einen ganz eigenen Charakter. Damit in der Phase der Überplanung eines Baugebietes jedoch das Ortsbild erhalten bleibt, müssen Veränderungssperren aufgelegt werden, um das Gesamterscheinungsbild von Sandhausen zu wahren.“, fasste Gemeinderat Rüttinger zusammen.

Unter dem Tagesordnungspunkt Annahme von Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen durch die Gemeinde stimmte der Gemeinderat der Annahme von Spenden in Höhe von insgesamt 500,00 € zu.
 
Die Fragen und Anregungen der Gemeinderäte betrafen:

  • Den Zustand des Spielplatzes am Sonnenweg
    Bemängelt wurde der Zustand des Spielplatzes. Da es sich nicht um einen öffentlichen Spielplatz handelt, der aber frei zugänglich ist, wird die Verwaltung dies weiterleiten. 
  • Einen parkenden LKW in der Willy-Brandt-Straße Durchgangsweg zum Zedernweg
    Durch einen parkenden LKW wurde seit Tagen die Sicht blockiert. Der Verwaltung war die Situation bekannt. Sie hat bereits Maßnahmen ergriffen.
  • Die Zeugnisübergabe im BWT-Stadion am Hardtwald
    Das Friedrich-Ebert-Gymnasium dankte für die Unterstützung der Verwaltung und des SV Sandhausens bei der coronabedingten Umsetzung der diesjährigen Zeugnisübergabe im Stadion.
  • Die Gebühren für den Park und Ride-Parkplatz am Bahnhof St Ilgen-Sandhausen
    Kritisiert wurde, dass die eingeführten Gebühren dazu führten, dass Autofahrer wieder lieber mit dem Auto führen, anstatt mit der S-Bahn. Die Verwaltung regte an die Zwangspunkte in Leimen, die zu der Gebührenerhebung geführt hatten, in Erfahrung zu bringen.
  • Die Madonnenstatue am Ziegelhüttenweg
    Angeregt wurde die Madonna wieder aufzustellen.
  • Der fehlende Sonnenschutz beim Mehrgenerationenspielplatz
    Die Verwaltung informierte darüber, dass der Sonnenschutz bereits bestellt sei.
  • Die Öffnungszeiten des Wochenmarktes
    Angeregt wurde den Wochenmarkt einmal im Monat am späten Nachmittag/Abend zu öffnen, um Berufstätigen die Möglichkeit zu geben, den Markt zu besuchen.

In der Fragestunde der Bürgerinnen und Bürger interessierte man sich für

  • Die Ökopunkte des Waldrefugiums
    Aufgrund der Erweiterung des Wasserwerkes auf einer Fläche von 650 m2 wurde als Kompensationsmaßnahme beschlossen, rund 5.500 m2 des Gemeindewaldes für die Ausweisung eines Waldrefugiums zur Verfügung zu stellen. Durch diese Maßnahme werden Ökopunkte generiert, die als gleichwertige Kompensation für die Eingriffe in die Natur durch die Baumaßnahme dienen.